Immobilienkauf in Italien mit Rabatt: Im Durchschnitt können Sie fast 8 % sparen

Laut einer aktuellen Studie des Thinktanks Tecnocasa lag der durchschnittliche Rabatt beim Immobilienkauf in Italien in der zweiten Jahreshälfte 2025 bei 7,7 %. Dies entspricht nahezu dem Wert des gleichen Zeitraums im Jahr 2024 (7,8 %). Diese Stabilität deutet darauf hin, dass der Immobilienmarkt eine gewisse Reife erreicht hat: Verkäufer und Käufer verhandeln innerhalb etablierter Regeln, und die Höhe des möglichen Preisnachlasses ist recht gut vorhersehbar geworden.

Das Alter der Immobilie und ihre Energieeffizienz spielen eine entscheidende Rolle.

Die Höhe des Rabatts hängt maßgeblich vom Zustand der Immobilie ab. Den größten Preisnachlass erzielen Sie beim Kauf einer renovierungsbedürftigen Immobilie: Hier beträgt der durchschnittliche Rabatt 7,9 %.

Bei renovierten Wohnungen und Häusern liegt dieser Wert bei 7,7 %, bei Neubauten hingegen nur bei 4,5 %.

Der Grund liegt auf der Hand: Käufer von modernisierungsbedürftigen Immobilien kalkulieren die zukünftigen Reparaturkosten ein und versuchen, diese durch einen niedrigeren Kaufpreis auszugleichen.

Auch die Energieklasse des Gebäudes spielt eine wichtige Rolle. Immobilien der Klasse A, die sich durch hohe Energieeffizienz auszeichnen, werden mit einem durchschnittlichen Preisnachlass von 5,1 % verkauft. Bei Wohnungen der Klasse G hingegen beträgt der durchschnittliche Preisnachlass 8,5 %. Da die Energiepreise steigen und die europäischen Energieeffizienzanforderungen strenger werden, könnte sich diese Differenz noch vergrößern.

Anlageimmobilien: Mehr Verhandlungsmacht

Der Kauf von Immobilien zur Vermietung oder zur Erzielung von Anlageerträgen geht in der Regel mit höheren Preisnachlässen einher.

Es ist zu beachten, dass die Startpreise in der Regel von professionellen Immobilienmaklern unter Berücksichtigung der lokalen Marktlage festgelegt werden. Daher ist der Spielraum für ernsthafte Preisverhandlungen bei den gefragtesten Objekten zunächst begrenzt.

Großstädte: Mailand und Bologna zeigen Stabilität, Palermo führt bei den Preisnachlässen

In der zweiten Jahreshälfte 2025 lag der durchschnittliche Preisnachlass in den größten Städten Italiens bei 7,8 %, was etwas niedriger ist als im Jahr 2024 (8,1 %). Dies ist auf ein geringes Angebot und eine steigende Nachfrage nach hochwertigen, bezugsfertigen Wohnungen zurückzuführen.

Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Städten.

Bologna bleibt der stabilste und liquideste Markt mit einem durchschnittlichen Preisnachlass von lediglich 5,0 %. In Mailand liegt dieser Wert bei 6,2 % und in Rom bei rund 7,1 %.

Am anderen Ende des Spektrums bietet Palermo Käufern eine durchschnittliche Preisminderung von 10,8 %. Dies deutet auf ein komplexeres Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sowie auf die Notwendigkeit deutlicherer Preisanpassungen während der Verhandlungen hin.