Der Immobilienmarkt der Emilia-Romagna gewinnt an Dynamik: Bologna wird zum wichtigsten Wachstumstreiber

Der Immobilienmarkt in der Region Emilia-Romagna zeigt eine nachhaltige Erholung und konzentriert sich zunehmend auf die Wohnqualität, die Energieeffizienz und die langfristige Investitionsattraktivität von Immobilien. Vor diesem Hintergrund festigt Bologna seine Position als einer der aktivsten Märkte Italiens dank Infrastrukturentwicklung, groß angelegter Stadterneuerungsprojekte und einer veränderten Nachfragestruktur im Wohnungssektor.

Diese Ergebnisse werden in der neuesten Ausgabe der Studie „Real Estate DATA HUB“ präsentiert, die vom Analysezentrum von REMAX Italia in Zusammenarbeit mit Experten von RYZE und 24MAX erstellt wurde.

Laut dem Bericht erholt sich die Anzahl der Kauf- und Verkaufstransaktionen in der Region nach einer Verlangsamung im ersten Halbjahr 2025 allmählich. Gleichzeitig sind die Käufer deutlich anspruchsvoller geworden: Heute werden Immobilien bevorzugt, die ein hohes Maß an Komfort, niedrige Betriebskosten und langfristigen Werterhalt bieten.

Dreizimmerwohnungen sind weiterhin am beliebtesten, aber das Interesse an geräumigen Wohnungen wächst.

Dreizimmerwohnungen bleiben die beliebteste Wohnungsart.

In der Emilia-Romagna entfällt fast die Hälfte aller Transaktionen auf Wohnimmobilien – 48,4 %.

Im Vergleich zum nationalen Durchschnitt besteht in der Region jedoch eine deutlich höhere Nachfrage nach geräumigeren Objekten. Der Anteil von Vierzimmerwohnungen erreicht 21,9 %, und Wohnungen mit fünf oder mehr Zimmern machen 9,7 % des Marktes aus. Diese Nachfragestruktur deutet darauf hin, dass viele Käufer Immobilien eher als Hauptwohnsitz denn als Kapitalanlage erwerben.

Gleichzeitig gewinnt die Energieeffizienz von Gebäuden an Bedeutung. Der Anteil von Immobilien mit niedriger Energieeffizienzklasse (E, F und G) sank von 78 % im Jahr 2022 auf 74 % im Jahr 2025. Dies spiegelt das wachsende Interesse der Käufer an umweltfreundlichen Lösungen, Energieeinsparung und reduzierten Nebenkosten wider.

Ein weiteres positives Zeichen war die Verkürzung der Verkaufszeiten von Immobilien. Im vierten Quartal 2025 sank die durchschnittliche Vermarktungsdauer von Immobilien auf 115 Tage – das beste Ergebnis im Vergleich zu Ende 2024.

Bologna überschreitet die Marke von 3.500 € pro Quadratmeter

Unter allen Städten der Region bleibt Bologna unangefochten führend in puncto Marktaktivität. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 überstieg der durchschnittliche Preis für Wohnimmobilien hier 3.500 € pro Quadratmeter.

Das Preiswachstum ist auf eine Kombination aus hoher Nachfrage und begrenztem Angebot zurückzuführen, insbesondere in den begehrtesten Lagen der Stadt. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Verkaufsdauer von Immobilien auf den niedrigsten Stand im Zeitraum 2022–2025 gesunken.

Laut der Studie durchläuft Bologna einen tiefgreifenden Wandel seiner Stadtstruktur. Neben den traditionell prestigeträchtigen zentralen Lagen gewinnen Gebiete, in denen Stadterneuerungsprojekte und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs umgesetzt werden, zunehmend an Bedeutung für Käufer.

Die Attraktivität von Vierteln wie Bolognina, Navile und Fiera wächst besonders deutlich. Dank verbesserter Verkehrsanbindung verändert sich die Wahrnehmung von Entfernungen innerhalb der Stadt, und Gebiete, die noch vor wenigen Jahren als Randgebiete galten, werden immer beliebter.

Wie Dario Castiglia, CEO und Gründer von REMAX Italia, betont, erwerben Käufer heute nicht nur eine Wohnung, sondern auch bequemes Reisen, Zeitersparnis und eine höhere Lebensqualität. Deshalb wirkt sich die Infrastrukturentwicklung direkt auf die Immobilienpreise aus.

Veränderte Nachfragestruktur

Experten verzeichnen auch Veränderungen in der Zusammensetzung der Käufergruppe. Obwohl Studierende weiterhin einen wichtigen Teil der Wohnungsnachfrage in Bologna ausmachen, spielen hochqualifizierte Fachkräfte, Manager und Experten, die aufgrund der wirtschaftlichen Möglichkeiten und der hohen Lebensqualität in die Stadt ziehen, eine zunehmend wichtige Rolle.

Dieser Prozess fördert die Nachfrage nach modernen Immobilien mit guter Verkehrsanbindung, hohen Baustandards und Energieeffizienz und führt zu einem selektiveren Markt.

Aussichten für 2026

Laut Analysten schaffen die im Jahr 2025 entstandenen Trends günstige Bedingungen für weiteres Wachstum des Immobilienmarktes in der Emilia-Romagna im Jahr 2026.

Die Schlüsselfaktoren für den Erfolg bleiben die Qualität der Immobilien, eine hohe Energieeffizienzklasse, eine günstige Lage sowie die Nähe zu Verkehrsinfrastruktur, Dienstleistungen und wichtigen Wirtschaftszentren.

Der Markt der Region verlagert sich somit allmählich. von quantitativem Wachstum hin zu einem Modell, in dem die Eigenschaften der Immobilie selbst und ihre Fähigkeit, die Bedürfnisse neuer Käufer zu erfüllen, entscheidend werden.