Die Mietpreise für Wohnungen in Italien erreichten einen Rekordwert seit 2012: Der Durchschnittspreis lag im zweiten Quartal 2026 bei 15,4 € pro m².

Die Mietpreise für Wohnungen in Italien steigen weiter. Im zweiten Quartal 2026 erhöhte sich der durchschnittliche Mietpreis im Vergleich zum Vorquartal um 4,2 % und erreichte 15,4 € pro Quadratmeter – der höchste Wert seit 2012, als das Portal Idealista mit der Erfassung entsprechender Statistiken begann. Im Jahresvergleich betrug das Wachstum 5,5 %, im Vergleich zum ersten Quartal 2,4 %.

Laut Vincenzo De Tommaso, Leiter der Analyseabteilung von Idealista, entwickelt sich der Mietmarkt nach zwei unterschiedlichen Szenarien. In den größten Städten des Landes – Mailand, Rom und Neapel – ist das Preiswachstum praktisch zum Stillstand gekommen, da die Preise die für die meisten Familien erschwingliche Grenze erreicht haben. Gleichzeitig steigen die Mietpreise in touristischen Regionen und dünn besiedelten Provinzen aufgrund saisonaler Nachfrage und Arbeitskräftemobilität weiterhin rasant an.

Der Experte merkt an, dass der Hauptgrund für den Preisanstieg ein strukturelles Ungleichgewicht ist: Die Nachfrage nach Mietwohnungen konzentriert sich genau dort, wo der Kauf einer eigenen Immobilie am schwierigsten ist – in den großen Städten Mittel- und Norditaliens sowie in beliebten Touristengebieten. Gleichzeitig bleibt das Angebot an Mietwohnungen trotz seines allmählichen Anstiegs unzureichend. Infolgedessen geraten junge Menschen und Familien zunehmend unter finanziellen Druck, da sie einen erheblichen Teil ihres Einkommens für Miete aufwenden müssen.

Großstädte

Im Frühjahr 2026 stiegen die Mieten in 61 % der italienischen Hauptstädte.

Die deutlichsten Anstiege wurden in folgenden Städten verzeichnet:

  • Verona — +11,8 %
  • Massa — +9,5 %
  • Reggio di Calabria — +9,1 %
  • Ascoli Piceno — +8,8 %
  • Catanzaro — +6,7 %
  • Lodi — +6,6 %

Fünfzehn weitere Städte verzeichneten ein Wachstum über dem nationalen Durchschnitt, das zwischen 4,4 % und 6,4 % lag.

Unter den größten Mietmärkten stellt sich die Situation wie folgt dar:

  • Turin — +4,7 %
  • Bologna — +2,0 %
  • Florenz und Catania — +0,7 %
  • Savona - -9%
  • Lucca - -8,4%
  • Rovigo - -8,2%
  • Salerno - -7,4%

Die teuersten Städte Italiens nach Mietkosten

  1. Mailand - 23,3 Euro/m²
  2. Florenz - 22,3 Euro/m²
  3. Venedig — 21,7 Euro/m²
  4. Rom — 19,8 Euro/m²
  5. Bologna — 17,5 Euro/m²

Günstigste Städte

  • Caltanissetta — 4,7 Euro/m²
  • Vibo Valentia — 5,9 Euro/m²
  • Ragusa — 6,2 Euro/m²

Provinzen

  • +16,7 %
  • Aostatal — +10,5 %

In der Provinz Rom stiegen die Mieten um 1 %, während der Anstieg in der Umgebung von Mailand deutlich geringer ausfiel – 0,4 %.

Den größten Preisrückgang verzeichneten:

  • Belluno — -19 %
  • Anne — -15,8 %
  • Sondrio — -5,8 %

Regionen

Die Mietpreise sind in fast allen Regionen Italiens gestiegen. Eine Ausnahme bildete Trentino-Südtirol, wo die Preise um 1,2 % sanken. Den größten Anstieg verzeichneten: Aostatal +10,5 %; Kalabrien +8,4 %; Abruzzen +8,3 %; Friaul-Julisch Venetien +6,7 %; Ligurien +6,7 %; Sardinien +6,7 %. +5,7 %

Emilia-Romagna — +4,9 %

Basilicata — +4,8 %

Marken — +4,2 %

In anderen Regionen lag das Wachstum unter dem nationalen Durchschnitt und reichte von 0,5 % in Molise bis 3,5 % in der Toskana.

Die teuersten Regionen in Bezug auf Mietkosten

  1. Aostatal — 26,6 Euro/m²
  2. 8,6 Euro/m²

Wie der Idealista-Preisindex berechnet wird

  1. Der Idealista-Preisindex basiert auf den auf der Plattform veröffentlichten Immobilienangeboten. Die Berechnungen berücksichtigen die Angebotspreise pro Quadratmeter der Gesamtfläche der Immobilien.
  2. Anzeigen mit ungewöhnlich hohen oder niedrigen Preisen sowie Immobilien, die längere Zeit kein Interesse von Nutzern geweckt haben, werden von der Analyse ausgeschlossen. Die Statistik umfasst sowohl Wohnungen als auch freistehende Häuser (Villen). Die endgültigen Werte werden anhand des Medianpreises aller relevanten Angebote in jeder Region oder Stadt ermittelt.