Mailand: Nach Jahren des Wachstums stabilisierte sich der Mietmarkt im zweiten Quartal 2026. Die Mieten in der Stadt blieben im zweiten Quartal unverändert bei 23,30 € pro Quadratmeter; Mailand bleibt die teuerste Stadt Italiens. Nach einem starken Preisanstieg in den vergangenen Jahren hat sich der Mailänder Markt für Langzeitmieten nun endlich abgeschwächt. Laut einem neuen Bericht der Analyseabteilung des Immobilienportals idealista blieben die Mietpreise in der Metropole im zweiten Quartal 2026 auf dem Niveau des Vorquartals – 23,30 € pro Quadratmeter – und verzeichneten damit einen leichten Rückgang von 1,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein ähnlicher Trend ist in der Provinz zu beobachten, wo ein symbolischer Quartalsanstieg von 0,4 % (auf 22,4 €/m²) verzeichnet wurde, während der Rückgang im Jahresvergleich 1,4 % betrug.„Nach einer langen Phase steigender Preise hat der Mailänder Mietmarkt eine Grenze der Bezahlbarkeit erreicht: Die Durchschnittsmiete hat sich stabilisiert und ist im Jahresvergleich sogar leicht gesunken. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass die in den letzten Jahren erreichten Höchststände die Kaufkraft vieler Familien angesichts einer weiterhin starken, aber nun selektiveren Nachfrage erschöpft haben. „Gleichzeitig hat sich die Preisdifferenz zwischen der Stadt selbst und ihren Vororten auf etwa einen Euro pro Quadratmeter verringert, was auf die Entstehung eines einheitlichen und ausgeglichenen Marktes im gesamten Ballungsraum hindeutet“, bemerkt Vincenzo De Tommaso, Leiter der Analyseabteilung von idealista.
Analyse nach Mailänder Bezirken
Von den 18 von idealista beobachteten Stadtbezirken verzeichneten 6 einen Anstieg der Mietpreise im letzten Quartal. Im zweiten Quartal 2026 verzeichneten fünf Stadtteile einen Rückgang, während die Preise in sieben Stadtteilen unverändert blieben. Den deutlichsten Preisanstieg gab es in der Zone San Siro – Trenno – Figino (4,8 %), gefolgt von Forlanini (3,7 %) und Cermenate – Missaglia (2,4 %). Die signifikantesten Preisrückgänge hingegen wiesen Vialba – Gallaratese (-4,3 %), Garibaldi – Porta Venezia (-2,9 %), Porta Vittoria (-1,4 %), Vigentino – Ripamonti (-1 %) und Baggio (-0,8 %) auf. Mailand bleibt hinsichtlich der absoluten Preiswerte unangefochten die teuerste Stadt unter den italienischen Verwaltungszentren. Innerhalb der Stadt selbst behält die Altstadt ihren Status als exklusivste Lage (35 Euro/m²). Danach folgen Garibaldi – Porta Venezia (26,2 Euro/m²), Navigli – Bocconi (25 Euro/m²) und Navigli – Bocconi (25 Euro/m²). Euro/m²) und Fiera De Angeli (24,5 Euro/m²). Alle diese Gebiete liegen deutlich über dem stadtweiten Durchschnitt (23,3 Euro/m²).
In Gebieten mit Preisen unter dem Durchschnitt bleiben die Mieten recht hoch: von 21 Euro/m² in Forlanini bis 16,3 Euro/m² in Baggio, das als günstigster Stadtteil Mailands gilt. Darüber hinaus erreichten zwei Viertel ihre historischen Höchststände für den gesamten Beobachtungszeitraum von idealista: Corvetto-Rogoredo und Lorenteggio-Bande Nere, wo die Mieten 20 Euro/m² erreichten.
Trends auf dem Mietmarkt in der Provinz Mailand
In den 14 im Rahmen der Studie untersuchten Vorortgemeinden (Hinterland) war die vierteljährliche Entwicklung überwiegend positiv: In 10 Gemeinden stiegen die Mieten, nur in 4 sanken sie. Das höchste Mietwachstum wurde in Opera (12,7 %) und Cinisello Balsamo verzeichnet. (8,5 %), Rho (7,4 %), Bollate (5,7 %) und Pioltello (4,8 %). Den deutlichsten Rückgang verzeichneten Segrate (-6,6 %), Abbiategrasso (-3,7 %) und Rozzano (-1,9 %).
Was die Mietpreise angeht, bleiben Rozzano und Sesto San Giovanni mit 16 Euro/m² die teuersten Vororte. Es folgen Segrate (15,4 Euro/m²) und Basiglio (15,1 Euro/m²), die jedoch alle unter dem Mailänder Durchschnittspreis liegen. Die günstigsten Mietwohnungen finden sich in Abbiategrasso (10,8 Euro/m²), Bollate (11,4 Euro/m²) und Legnano (12 Euro/m²). Zwei Gemeinden – Opera und Pioltello – erreichten zudem ihre höchsten historischen Werte seit Beginn der Datenerfassung durch das Portal.
Notizie simili
Blog
Einblicke, Trends und Ratschläge zum italienischen Immobilienmarkt.