Die Mieten in Italien steigen weiter: Rom verzeichnet einen neuen Rekord, und in anderen Großstädten zeichnet sich eine Verlangsamung ab.

Laut Idealista stieg der durchschnittliche Mietpreis in Italien im Mai im Vergleich zum April um 0,4 % und erreichte 15 Euro pro Quadratmeter – ein neuer historischer Höchststand. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 2,2 %.

Situation in den Städten

Von den 87 untersuchten Städten stiegen die Mieten in 41, sanken in 43 und blieben in 3 unverändert.

Den deutlichsten Mietanstieg verzeichneten Grosseto, Syrakus, Sassari und Ravenna. Auch in Cuneo, Matera, Reggio di Calabria, Piacenza und Terni wurden deutliche Preisanstiege verzeichnet.

Unter den größten Städten:


  • Rom erreichte mit einem Durchschnittspreis von 19,8 € pro m² einen neuen Rekordwert, ein Anstieg von 0,1 %;
  • Genua und Bari verzeichneten ein moderates Wachstum;
  • Turin und Palermo hielten ihr bisheriges Preisniveau;
  • Bologna, Mailand und Neapel verzeichneten einen leichten Rückgang;
  • Die deutlichsten Rückgänge gab es in Florenz und Venedig.

Die signifikantesten monatlichen Rückgänge wurden in Pesaro, Mantua, Salerno, Andria, Caltanissetta und Novara festgestellt.

Trotz des leichten Rückgangs bleibt Mailand mit durchschnittlichen Kosten von 23,2 € pro m² die teuerste Stadt des Landes für Mieter. Florenz und Venedig folgen. Die günstigsten Preise finden sich weiterhin in Caltanissetta, Vibo Valentia, Ragusa und Reggio di Calabria.

Insgesamt 22 Städte erreichten ihre höchsten Werte in der Geschichte von Idealista, darunter Rom, Turin, Palermo, Bergamo, Perugia und Lecce.

Provinzen

Auf Provinzebene überwiegt die positive Entwicklung: In 60 von 106 Gebieten wurde ein Wachstum verzeichnet.

Die Provinz Rimini führte den Mietpreisanstieg an, mit einem Plus von über 56 %. Auch in Grosseto, Latina, Sassari, Rieti und Vercelli war ein deutliches Wachstum zu beobachten.

Unter den Provinzen der größten Städte verzeichneten Genua, Neapel, Rom und Bari einen Anstieg. Gleichzeitig wurde in Florenz, Venedig, Bologna, Mailand und Turin ein Rückgang verzeichnet.

Lucca bleibt mit einem Durchschnittspreis von 29,3 Euro pro m² die teuerste Provinz des Landes, gefolgt vom Aostatal, Belluno, Grosseto und Mailand. Die niedrigsten Preise wurden in Caltanissetta, Enna, Isernia, Potenza und Avellino verzeichnet.

Regionale Übersicht

In 14 der 20 italienischen Regionen wurde ein Mietanstieg verzeichnet. Die deutlichsten Preissteigerungen waren im Aostatal, in Friaul-Julisch Venetien, auf Sardinien und in der Emilia-Romagna zu beobachten. Auch in Ligurien, Umbrien, Latium, den Marken, Kampanien und Kalabrien war eine positive Entwicklung zu beobachten.

In Trentino-Südtirol, Piemont, Venetien, Molise, der Toskana und der Lombardei ging die Nachfrage zurück.

Die teuerste Region für Mietwohnungen bleibt das Aostatal mit einem Durchschnittspreis von 26,6 Euro pro m². Danach folgen die Lombardei, die Toskana, Latium und Trentino-Südtirol.

Im Mai wurden in sieben Regionen historische Höchststände bei den Mietpreisen erreicht: Aostatal, Friaul-Julisch Venetien, Sardinien, Latium, Kampanien, Apulien und Sizilien.

Fazit

Der italienische Mietmarkt verzeichnet weiterhin einen Aufwärtstrend, doch in den größten und teuersten Städten des Landes verlangsamt sich das Wachstum merklich. Gleichzeitig verzeichnen viele mittelgroße Städte, Provinzen und südliche Regionen weiterhin ein starkes Mietwachstum, was auf eine Verlagerung der Nachfrage weg von den traditionell teuersten Märkten hindeutet.