Schwimmbad im Garten über einer Tiefgarage: Warum die Last so wichtig ist

Der Bau eines Schwimmbeckens auf einem Grundstück mit Tiefgaragen oder anderen Gebäuden im Untergeschoss erfordert besondere Sorgfalt. Die größte Gefahr besteht darin, dass die Stahlbetonbodenplatte nur eine begrenzte Tragfähigkeit besitzt und die Wassermasse sehr groß ist. Daher ist es vor dem Bau notwendig, ein schriftliches Gutachten eines Statikers einzuholen, der bestätigt, dass die Konstruktion der zu erwartenden Last standhält.

Es ist zu beachten, dass jeder Zentimeter Wasser eine Last von etwa 10 kg pro m² erzeugt. Das bedeutet, dass ein Becken mit einer Wassertiefe von 50 cm einen Druck von etwa 500 kg/m² ausübt, und bei einer Tiefe von 60 cm steigt die Last auf 600 kg/m². Die meisten Wohnhaus- und Tiefgaragenböden sind für eine Betriebslast von ca. 200–400 kg/m² ausgelegt. Daher kann selbst ein relativ flaches Becken die zulässigen Werte deutlich überschreiten.

Potenzielle Risiken

Die größte Gefahr besteht in der möglichen Überlastung des Bodens. Zusätzlich zur konstanten Wassermasse wirkt auf die Konstruktion dynamische Effekte ein: Personen bewegen sich im Becken, springen ins Wasser, und es entstehen Wellen, die die Last im Vergleich zum statischen Gewicht erhöhen.

Mögliche Leckagen stellen ein ebenso ernstes Problem dar. Wenn Wasser allmählich durch die Abdichtung sickert, kann es die Stahlbetonkonstruktion erreichen.

Ständige Einwirkung von Feuchtigkeit und chloriertem oder Salzwasser beschleunigt die Korrosion der Bewehrung, was mit der Zeit die Festigkeit des Bodens verringert und zu schweren Gebäudeschäden führen kann.

Haftung

Wird ein Pool ohne vorherige Prüfung der Tragfähigkeit der Konstruktion installiert, kann der Eigentümer für Schäden haftbar gemacht werden. Im Falle von Schäden am Boden oder Leckagen in den darunter liegenden Räumen haftet der Eigentümer für die entstandenen Schäden.

Befindet sich die Garage in einem Mehrfamilienhaus oder gehört sie einem anderen Eigentümer, können die Folgen noch gravierender sein. Die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit kann nicht nur zivilrechtliche, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Darüber hinaus verbieten in vielen Wohnanlagen die internen Vorschriften die zusätzliche Belastung von Gemeinschaftseinrichtungen ohne entsprechende Genehmigung.

Daher ist es vor der Installation notwendig, nicht nur einen Kostenvoranschlag von einem Ingenieur einzuholen, sondern sich auch mit den Regeln der Eigentümergemeinschaft oder der Hausverwaltung vertraut zu machen und gegebenenfalls die Gebäudeverwaltung zu benachrichtigen.

Wie man einen Pool sicher installiert

Um Risiken zu minimieren, wird empfohlen, folgende Regeln zu beachten:

  • Prüfen Sie die Baupläne des Gebäudes und ermitteln Sie die geschätzte Tragfähigkeit des Bodens;
  • Beauftragen Sie einen Statiker mit der Berechnung der tatsächlichen Last und der Beurteilung der Notwendigkeit einer Verstärkung der Konstruktion;
  • Platzieren Sie den Pool nur an Stellen, an denen die Last auf tragende Bauteile – Balken, Stützen oder … – übertragen wird. Die Wände sollten so gestaltet sein, dass die Deckenmitte nicht beschädigt wird.
  • Wenn die Berechnungen den Bau eines vollwertigen Pools nicht zulassen, sollten Sie Alternativen wie einen kompakten Whirlpool mit geringer Wassertiefe oder spezielle Plattformen in Betracht ziehen, die die Last auf eine größere Fläche verteilen.

Was gehört unter den Pool?

Der Untergrund unter dem Pool muss eben sein und den Beckenboden vor Beschädigungen schützen.

Optimal sind Platten aus extrudiertem oder geschäumtem Polystyrol oder spezielle Untergründe aus Schaumstoff. Darüber wird eine schützende PVC-Plane gelegt.

Bei unebenem Untergrund empfiehlt es sich, zunächst eine etwa 2–3 cm dicke Ausgleichsschicht aus Flusssand aufzutragen. Die Verwendung von herkömmlicher Polyethylenfolie als Unterlage wird nicht empfohlen, da diese leicht beschädigt wird.

Die Untergrundvorbereitung hängt von der Art der Oberfläche ab:

  • Rasen oder Erde. Die Fläche muss sorgfältig geebnet werden, wobei Steine, Wurzeln und andere harte Gegenstände entfernt werden müssen. Eine Sandschicht sorgt für eine glatte Oberfläche, und eine schützende PVC-Matte verhindert Beschädigungen am Pool.
  • Beton oder Pflastersteine. Obwohl diese Oberflächen langlebig sind, können sie das Poolmaterial abnutzen. Daher empfiehlt es sich, weiche Unterlagen aus Schaumstoff, Neopren oder modularen Polystyrolplatten zu verwenden, die gleichzeitig die Wärmedämmung verbessern und dazu beitragen, die Wassertemperatur länger zu halten.

Wo ist der beste Platz für einen Pool im Garten?

Ein offener, sonniger Bereich, der vor starkem Wind geschützt ist und nicht in der Nähe großer Bäume liegt, gilt als optimal.

Bei der Wahl des Standorts sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

  • Beleuchtung und Vegetation. Ein nach Süden oder Südwesten ausgerichteter Standort ist empfehlenswert, damit sich das Wasser auf natürliche Weise erwärmt. Die Nähe von Bäumen ist unerwünscht, da Blätter, Harz, Insekten und Wurzeln das Wasser verunreinigen und den Pool beschädigen können.
  • Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Der Pool sollte vom Haus aus gut sichtbar sein, insbesondere wenn er von Kindern genutzt wird. Wichtig ist auch ein bequemer Zugang zu Wasserquellen und Strom für den Anschluss von Filteranlagen und einer Pumpe. Achten Sie auf Schutz vor neugierigen Blicken.
  • Bodenbeschaffenheit. Das Fundament muss fest, stabil und nicht anfällig für Setzungen oder Überschwemmungen sein. Die Oberfläche muss absolut eben sein, da selbst ein geringes Gefälle zu einer ungleichmäßigen Lastverteilung führt, die Verformungen oder gar die Zerstörung der Konstruktion verursachen kann.