Italienischer Immobilienmarkt: Umsatz und Preise steigen 2025
Der italienische Immobilienmarkt schloss das Jahr 2025 mit durchweg positiven Ergebnissen ab und bestätigte damit eine Phase der Stabilisierung nach der Unsicherheit der letzten Jahre. Laut einer Analyse der Gruppo Tecnocasa verzeichnet der Wohnimmobilienmarkt einen deutlichen Anstieg der Transaktionszahlen, steigende Preise und einen weiterhin aktiven Mietmarkt, obwohl sich das Wachstumstempo allmählich verlangsamt.
Damit startet der italienische Immobilienmarkt trotz des anhaltenden Ungleichgewichts zwischen hoher Nachfrage und begrenztem Angebot mit einer recht soliden Basis ins Jahr 2026.
Mehr als 766.000 Transaktionen: Kleinstädte treiben das Wachstum an
Im Jahr 2025 wurden in Italien 766.756 Kauf- und Verkaufstransaktionen von Wohnimmobilien registriert, ein Anstieg von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Das stärkste Wachstum wurde in Kleinstädten und Gemeinden außerhalb der Verwaltungszentren beobachtet (+6,9 %), während auch Großstädte ein solides Ergebnis von +5,4 % erzielten.
Die Marktstruktur ist besonders Bemerkenswert: Das Verkaufsvolumen von Neubauten ging um 21 % zurück, während der Gebrauchtimmobilienmarkt um 9,1 % wuchs. Dies deutet darauf hin, dass der Mangel an neuem Wohnraum und die hohen Baukosten die Nachfrage zunehmend auf den bestehenden Wohnungsbestand verlagern.
Preiswachstum: Bari führt, Mailand und Rom wachsen stetig
In der zweiten Jahreshälfte 2025 lag das durchschnittliche Wachstum der Immobilienpreise in Großstädten bei 2,6 % – der höchste Wert seit der Zeit nach der Pandemie.
Das dynamischste Wachstum wurde in Bari (+6,3 %) verzeichnet.
Ebenfalls mit positiver Entwicklung:
- Mailand - +2,2 %;
- Rom - +2,2 %.
Bemerkenswert ist, dass in keiner einzigen Großstadt die Preise gesunken sind, was die Stabilität des Marktes bestätigt.
Auch in den Provinzzentren (+1,7 %) sowie in den Vororten (+2,2 %) ist eine positive Entwicklung zu beobachten. Unter den Provinzstädten stechen folgende hervor:
- Florenz (+4,0 %);
- Bologna (+2,8 %).
Trotz des Rückgangs der Bautätigkeit stiegen die Preise für Neubauten um 2,5 %.
Die Verkaufsdauern sind stabil, es bestehen jedoch weiterhin Unterschiede zwischen den Städten.
Im Januar 2026 betrug die durchschnittliche Verkaufsdauer von Immobilien in Großstädten 108 Tage – nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Die dynamischsten Märkte bleiben:
- Mailand – 88 Tage;
- Bologna – 91 Tage.
Die längsten Verkaufsdauern wurden in folgenden Städten verzeichnet:
- Genua – 133 Tage;
- Bari – 126 Tage.
In den Randgebieten verbessert sich die Situation allmählich: In England sank die durchschnittliche Verkaufsdauer von 142 auf 136 Tage.
Angebot und Nachfrage: Dreizimmerwohnungen bleiben am beliebtesten
Die beliebteste Wohnungsform in Großstädten sind nach wie vor Dreizimmerwohnungen (trilocale), die 41,2 % der Nachfrage ausmachen.
Es folgen:
- Zweizimmerwohnungen (bilocale) – 24,9 %;
- Vierzimmerwohnungen (quadrilocale) – 22,3 %.
Die Nachfragestruktur variiert jedoch je nach Stadt:
- In Mailand führen Zweizimmerwohnungen (45,1 %);
- in Genua überwiegen Vierzimmerwohnungen (43,6 %), was durch ein günstigeres Preisniveau begünstigt wird.
Das Angebot bleibt begrenzt, insbesondere im Segment der hochwertigen Wohnungen in guten Lagen. Wer kauft Immobilien? Laut der Studie: 75,2 % der Käufe dienen dem Eigenbedarf; der Anteil der Anlagekäufe sank auf 17,9 %. Das Durchschnittsalter der Käufer beträgt 43,3 Jahre. Gleichzeitig nimmt die Aktivität sowohl junger Käufer im Alter von 18 bis 34 Jahren als auch der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen zu. Immer mehr Menschen kaufen Wohnraum außerhalb ihres Wohnortes.
Mietmarkt: Wachstum verlangsamt sich, aber Nachfrage bleibt hoch
Auf dem Mietmarkt herrscht weiterhin Angebotsmangel, obwohl die Mietpreissteigerungen allmählich zurückgehen.
In der zweiten Jahreshälfte 2025:
- Die Mieten für Studios und Dreizimmerwohnungen stiegen um 2,2 %;
- Zweizimmerwohnungen um 2,3 %.
Mailand und Bologna erleben nach mehreren Jahren rasanten Wachstums eine leichte Abkühlung des Marktes, während Genua und Palermo das stärkste Mietpreiswachstum verzeichnen.
Die höchsten Mietpreise werden weiterhin in Mailand verzeichnet:
- 837 € – Studio;
- 1.128 € – Zweizimmerwohnung;
- 1.525 € – Dreizimmerwohnung.
Ein interessanter Trend ist die Rückkehr zu Der langfristige Markt für einige zuvor kurzfristig vermietete Immobilien hat das Angebot leicht erhöht.
Der Anteil der Mietverträge für Studierende wächst ebenfalls – auf bis zu 14,1 %, und Verträge zu marktüblichen Preisen machen bereits 39,5 % des Marktes aus.
Die durchschnittliche Bruttomietrendite für eine Zweizimmerwohnung beträgt 5,7 % pro Jahr.
Prognose für 2026: Moderates Wachstum bei anhaltender Unsicherheit
Die Erwartungen für 2026 bleiben positiv. Analysten prognostizieren: 780.000 bis 790.000 Kauf- und Verkaufstransaktionen; einen Anstieg der Immobilienpreise um 1–3 %; einen Anstieg der Mietpreise um 3–5 %. Dennoch bleibt der Markt von der internationalen geopolitischen Lage abhängig, die das Vertrauen von Familien und Investoren sowie die Gesamtnachfrage beeinflussen kann.
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